Kreisjugendfeuerwehr Greiz e.V.

 

Mitgliederversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Greiz e.V. am 07.04.2017


Ein wichtiges Thema unserer Mitgliederversammlung war die  


Mitgliedergewinnung in den Jugendfeuerwehren

Vorschläge durch die KJFW Greiz e.V.


Kinder und Jugendliche sind in vielen Bereichen des Lebens unsere Zukunft. So auch in der Feuerwehr. Durch sie kann der Fortbestand vieler Freiwilliger Feuerwehren gesichert werden. Doch nicht jede Gemeinde ist in der „glücklichen“ Lage, eine Jugendfeuerwehr zu ihren Reihen zählen bzw. diese aufstellen zu können. Dabei heißt es in §11, Abs. 1, Satz 1 des ThürBKG, dass „bei den Freiwilligen Feuerwehren […] nach Möglichkeit Jugendfeuerwehren gebildet werden [sollen].“ Sicherlich ist es nicht einfach, von jetzt auf gleich eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Aber auch die Mitgliedergewinnung gestaltet sich nicht gerade einfach. Dies bekommen auch Wehren mit bereits vorhandener Jugendfeuerwehr zu spüren.

Ein wichtiger Grundstein für eine Jugendfeuerwehr ist unter anderem ein Leiter der Jugendfeuerwehr, sprich ein Jugendwart in der jeweiligen Gemeinde. Dieser sollte laut §11, Abs. 1, Satz 3 „[…] die hierfür erforderliche Eignung und die Befähigung zum Gruppenführer[…]“ mitbringen. Die hier genannte Eignung bezieht sich auf den Lehrgang A1 und A2 zum Jugendleiter, welcher in Thüringen durch die Thüringer Jugendfeuerwehr in Hümpfershausen gelehrt wird. Ebenso sind hier diverse Lehrgänge zum Brandschutzerzieher oder Ausbilder möglich. Als gutes Beispiel geht hier die Feuerwehr Zeulenroda-Triebes voran, bei der bereits in der Satzung festgelegt wurde, dass jeder Betreuerdiesen Lehrgang benötigt, um in der Jugendarbeit aktiv zu werden.

 

Um nun konkret auf die Mitgliedergewinnung einzugehen, haben wir uns Gedanken gemacht und einige Ideen und Anregungen gesammelt, mit denen ihr/Sie die Gewinnung von Mitgliedern vorantreiben könnt/können.

 

Ein wichtiger Aspekt ist die öffentliche Präsenz. Plakate oder informative Flyer können dazu ein erster Schritt sein. Beispielsweise könnten Plakate nach Absprache mit den jeweiligen Einrichtungenprimär in diesen angebracht werden, in denen vermehrt Kinder (ab 6 Jahren) und Jugendliche anzutreffen sind. Hier zu nennen sind zum Beispiel Schulen aller Art (Grundschule, Regelschule, Gymnasium, etc.), Jugendclubs, Horte, oder andere Einrichtungen. Auch Kindergärten können eine gute Quelle für potenzielle Mitglieder sein. Durch Informationsabende für Eltern oder dort angebrachte Plakate werden Eltern auf die Jugendfeuerwehr aufmerksam gemacht, was im optimalen Fall dazu führt, dass diese ihre Kinder später einmal zur Jugendfeuerwehr schicken und ihnen diese schmackhaft machen. Auch Informationsstände bei diversen Veranstaltungen wie zum Beispiel Tag der offenen Tür oder andere Feuerwehrfeste, können als Magnet für Interessierte junge Menschen genutzt werden. Durch eine ansprechende Gestaltung eines solchen Standes werden sicherlich einige Interessierte den Stand aufsuchen und sich Informationen einholen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Brandschutzerziehung in Kindergärten oder Schulen. Gerade die jüngeren freuen sich wenn sie in näheren Kontakt mit der Feuerwehr kommen. Durch gezielte und interessante Inhalte einer solchen Brandschutzerziehung wird oft das Interesse bei den Kindern für die Feuerwehr geweckt. Hierbei darf jedoch das spielerische Lernen bei den Kleineren nicht zu kurz kommen. Zum Beispiel könnte ein Fahrzeug vorgeführt oder das Absetzen des Notrufes erläutert und fiktiv durchgespielt werden.

Eine weitere Variante der Mitgliedergewinnung sind Schnupperkurse oder Rundgänge für Interessierte Kinder und Jugendliche. Die Tätigkeiten der Jugendfeuerwehr können hier sofort hautnah miterlebt werden und nicht nur mittelsErzählungen übermittelt werden. Eine Kopplung von Brandschutzerziehung und Schnupperkurs bzw. Rundgang in der Feuerwehr sind natürlich auch möglich. Hierbei bieten sich Projekttage an. So ist mehr Zeit um den Kindern die Feuerwehr näher zu bringen und es kann vermehrt auf Fragen und/oder Anregungen der Kleinen eingegangen werden. Weiterhin erhöht es die Chance, dass sich gleich mehrere Kinder/Jugendliche finden, welche der Jugendfeuerwehr beitreten möchten. Viele Kinder sind alleine relativ „schüchtern“ und kommen mit ihren Freunden bzw. durch ihre Freunde zur Feuerwehr. Es wird sozusagen ein vertrautes Umfeld für den Anfang geschaffen, wodurch dem einen oder anderen Kind leichter fällt, sich in der Gruppe zu integrieren und mit anderen in Kontakt zu treten.

Bei den informativen Werbemitteln wie Plakat, Flyer oder Informationsstand kann natürlich auch die Mitgliedschaft in der KJFW Greiz e.V. genannt werden und somit die diversen Veranstaltungen wie Kreiszeltlager oder Kreisjugendfeuerwehrtag genannt werden. Diese sind bestimmt auch ein guter Anreiz für Kinder und Jugendlichen, da sie hier Erfahrungen austauschen und neue Kameraden bzw. Freunde kennenlernen können.

Zuletzt möchte ich die Wirksamkeit der sozialen Medien aufführen. Sicherlich gibt es die eine oder andere Person, welche gegen die Präsenz im Internet ist. Doch solch eine Homepage oder Facebook-Seite bietet immer eine gute Plattform, auf die eigene Jugendfeuerwehr und deren Tätigkeiten aufmerksam zu machen und dadurch neue Mitglieder zu werben. Hierbei ist jedoch das Persönlichkeitsrecht, speziell die Privatsphäre zu beachten. Sollte man eine Homepage oder Facebook-Seite führen, ist es ratsam vorher eine Foto- und Filmerlaubnis einzuholen, welche mit Unterschrift der Erziehungsberechtigten bestätigt wird.

Eine Alternative zu den sozialen Medien sind Printmedien. Diese sind meist regional angesiedelt, wodurch auch junge Leser aus der Umgebung oder jenen Ortes auf die Jugendfeuerwehr aufmerksam werden. Durch Artikel über Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr wird die Präsenz der Jugend gestärkt. Auch das Medium Radio ist eine gute Möglichkeit, um vor allem auf größere Veranstaltungen wie einen Tag der offenen Tür aufmerksam zu machen. So können auch Interessenten erreicht werden, welche nicht in Besitz einer Tageszeitung oder dergleichen sind.

Bildergalerie zur Mitgliederversammlung